FAI European Championships 2009
 F3J Thermik-Segelflug - 8.- 16.08.2009

Ein starkes deutsches Team für Polen

 


v.l. Stefan Eder, Utz Giesa, Michael Weber, Reinhard Vallant, Oliver Ladach,
Sebastian Manhardt, Stefan Lämmlein, Benedikt Feigl, Sebastian Feigl,
Karl Hinsch, Johannes Weber, Marco Arras, Timo Ganser,
Christian Reinecke & Thomas Rößner

Auf dem Bild fehlt: Tobias Lämmlein

Vorbericht zur F3J-Europameisterschaft 2009

Die diesjährige F3J EM findet in Wloclawek (Polen) statt. Vom 21.-24.5.2009 traf sich die komplette Nationalmannschaft zum gemeinsamen Training in Babenhausen(Hessen).
Das Juniorenteam besteht aus Timo Ganser, Sebastian Mannhart und Johannes Weber. Juniorenmannschaftsführer ist Christian Reinecke.
Timo und Sebastian sind zum ersten Mal auf einer großen Meisterschaft dabei, haben aber bei deutschen Meisterschaften und anderen internationalen Wettbewerben ihre Erfolge feiern können. Johannes ist schon länger in der Nationalmannschaft und wurde unter anderem  vor 2 Jahren Vizeeuropameister und vor einem Jahr Juniorenmannschaftsweltmeister in der Türkei zusammen mit Christian Reinecke und seinem Bruder Manuel.   
Bei den Senioren vertreten Stephan Lämmlein, Sebastian Feigl, Stefan Eder und Karl Hinsch die deutsche Mannschaft. Thomas Rössner ist Mannschaftsführer. Thomas der schon öfters diesen Posten einnahm verfügt über viel Erfahrung die man bei diesem Job gut gebrauchen kann. Stephan ist des erste Mal als Pilot dabei, hat aber schon sehr viele große Meisterschaften als Helfer und Juniorenmannschaftsführer bestritten und hat auch fliegerisch schon einige Erfolge aufzeigen können. Sebastian Feigl ist Titelverteidiger und ist deshalb auch als vierter Pilot dabei. Er wurde 2007 in der Slowakei Europameister. Stefan Eder und Karl Hinsch haben auch schon unzählige Erfolge mit der Nationalmannschaft erreichen können. Für genaue Titel und Erfolge können Sie unsere Homepage www.f3j.de , die von Christian Reinecke erstellt wurde, nachlesen.
Das Wetter war bis auf einen kleinen Regenschauer auf unserer Seite und wir konnten alle geplanten Trainingsaufgaben erledigen. Auf dem Programm standen Restartübungen, Levellandings, Floatertest, Hochstartoptimierungen.
Mit der Restartübung wird ein möglicher Seilriss simuliert. Dazu startet der Helfer das Modell wie gewohnt und der Pilot lässt das Flugzeug gewollt aus dem Seil „fallen“. Nun versucht er so schnell wie möglich das Modell zu fangen um es dann seinem Helfer für den zweiten Hochstart zu übergeben. Die schnellsten Zeiten lagen hier bei 27 Sekunden vom simulierten Seilriss bis zum Ausklinken mit maximaler Höhe beim zweiten Start. Das ist sehr wichtig im Ernstfall keine wichtigen Punkte zu verlieren. Eine weitere sehr effiziente Trainingsmethode ist das Levellanding. Man startet aus der Gummiflitsche und muss fünfmal hintereinander eine genaue Punktlandung in die 100 Punkte absolvieren. Wichtig ist, dass er hintereinander sein muss. Ist das nicht der Fall, muss von vorne angefangen werden. Das ist die erste Stufe weitere sind Level 2 und 3. Hier muss die Punktlandung innerhalt drei bzw. 1einer Sekunde erfolgen was das Landen erheblich schwerer macht. Das vorteilhafte dieser Übung, man kann sie sehr gut alleine trainieren und braucht keine Helfer. Am Samstag um ca. 5 Uhr morgens trafen wir uns bei fast noch völliger Dunkelheit auf dem Fluggelände. Nur um diese Uhrzeit ist es möglich das beste Sinken eines Segelflugmodells zu erreichen, da früh morgens noch kein Einfluss auf die Luft herrscht, wie z.B. Wind, Thermik. Beim Floatertest wird während des Fluges in gleichmäßigen Abständen die Klappenstellung an den Flächen verändert. Beim späteren Auslesen des Loggers, der sich im Flieger befindet, kann man an der Flugkurve erkennen wo sich das beste sinken befindet. Man kann jetzt seine Floaterstellung dementsprechend einstellen. F3J Wettbewerbe beginnen in der Regel schon sehr früh, weshalb es vorkommen kann, dass man fast windstille Bedingungen hat ohne Thermikeinfluss. Dann ist diese Floaterstellung sehr wichtig.  Nach dieser Übung war das Training offiziell beendet. Doch bis ca. 12 Uhr wurde noch geflogen. Dann machten sich alle Mitglieder auf den Weg in die Heimat.          
Kommen wir zum Schluss noch zu den Modellen. Stephan Lämmlein und Johannes Weber vertrauen auf HKM-Modellbau und fliegen beide High-Ends. Es ist ein Flieger mit 3.45m Spannweite. Es gibt unterschiedliche Ausführungen die für wenig- bis Starkwind ausgelegt sind. Das Gewicht des Modells liegt von unter 2000g bis 2200g.
Timo Ganser und Karl Hinsch setzen auf Pike Perfekt von Samba Modell. Auch dieses Modell wird von beiden in verschiedenen Ausführungen geflogen. Die leichtesten gehen unter die 2kg Marke der schwerste unkaputtbare wiegt 2.4 kg für Sturm. Eine Neuheit sind die sogenannten Extended Tips. Es handelt sich um größere Außenflächen mit denen man eine Spannweite von 3.78m erzielt, was für verbesserte Floatleistung sorgen soll. Sebastian Feigl und Sebastian Mannhart fliegen beide Explorer von Nan-Modells. Auch bei diesem 3.5m großem Modell gibt es einen größeren Außenflügel der das Modell auf 3.8m wachsen. Wie man sehen kann geht der Trend wieder in Richtung größerer Modelle. Beide werden auch wieder verschieden Ausführungen auf die EM mitnehmen. Stefan Eder wir mit seinem Orca den er selber entwickelt hat an den Start gehen. Dieser Flieger hat entweder 3.39m oder 3.63m Spannweite und ein Gewicht zwischen 1940g-1960g je nach Ausführung. Das Modell gibt es entweder mit V-Rumpf oder Kreuzrumpf.

Weitere Infos zu den Modellen kann man ebenfalls auf unserer Homepage nachlesen.

Besonderer Dank geht an Thomas Rössner der es uns möglich machte bei der Firma Solidtec zu übernachten. Ich denke es war ein gutes Training und wir alle freuen uns auf eine hoffentlich erfolgreiche Europameisterschaft.

 Johannes Weber