Grundsätze
(Auszug, Downloadv. Gesamttext)
Wir Luftsportler sind der Umwelt und der Natur verbunden. Die Grundlagen unseres Sports
haben wir von der Natur gelernt. In einer zeit, da Industrialisierung und
Unvernunft der Menschen Umwelt und Natur bedrohen, wollen wir Luftsportler
unseren Beitrag zum Schutz von Umwelt und Natur leisten.
Nur in einer
intakten Umwelt und Natur kann menschliches Leben und somit auch der
Luftsport langfristig bestehen. Aus diesem einsichtigen Grund, sowie aus
Verantwortung künftigen Generationen gegenüber, setzen sich alle
Luftsportler gemeinsam für die Erhaltung und Verbesserung von Umwelt und
Natur ein.
Durch Beschluss
der Hauptversammlung 1997 hat sich der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC) in
seiner Satzung verpflichtet,
- "eine den Zielen
des Naturschutzes, der Landschaftspflege (wie im BNatSchG
beschrieben) und des Umweltschutzes entsprechende Ausübung des Luftsports
und Nutzung der dafür erforderlichen Flächen für Zwecke der natur-,
landschafts- und umweltverträglichen Erholung zu fördern” und
- “den eigenen
Mitgliedern und den Vertretern des Umwelt- und Naturschutzes als
kompetenter fachlicher Berater für natur-, landschafts- und
umweltverträglichen Luftsport zur Verfügung zu stehen”.
Dabei strebt der
DAeC an, “Konflikte zwischen den Belangen des Luftsports und den Zielen
des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Landschaftspflege zu vermeiden und
zu lösen. Dies geschieht durch den Ausschuss für Natur- und Umweltschutz,
das Fachreferat Umwelt und Natur mit dem Umweltreferenten sowie durch die
Veranstaltung von Aufklärungs- und Weiterbildungsmaßnahmen auf diesem
Gebiet”.
Umwelt- und
Naturbewusstsein im Luftsport
Der DAeC erkennt
die Ziele des Umwelt- und Naturschutzes an und setzt sich bei und mit
seinen Mitgliedern dafür ein, dass diese bei der Ausübung der Sportarten
beachtet werden.
Der DAeC setzt
neben den umweltpolitischen Grundsätzen des Deutschen Sportbundes
insbesondere die für den Luftsport formulierten natur- und umweltbewussten
Verhaltensweisen bei sich und mit seinen Mitgliedern zügig durch und
um.
Der DAeC wirkt
darauf hin, dass in begründeten Fällen aus Rücksicht auf Umwelt und Natur
auch Einschränkungen hingenommen werden oder freiwillig Verzicht geübt
wird!
Der DAeC geht
stellvertretend für den gesamten Luftsport davon aus, dass
Verhaltenskodex der Modellflieger
für umwelt- und naturbewussten Modellflugsport
Wir Modellflieger
sind uns bewusst, dass eine intakte Umwelt und Natur mit Voraussetzung
dafür ist, unseren Sport möglichst störungs- und stressfrei in einer
gesunden Atmosphäre ausüben zu können.
Wir müssen uns
deshalb im Klaren sein, dass auch wir persönlich unsere Umwelt, Menschen,
Pflanzen und Tiere, bei der Ausübung seines Sports beeinflussen und unsere
natürlichen Lebensgrundlagen - Boden, Luft und Wasser - belasten können,
weil wir
-
Fläche beanspruchen:
über die von uns benutzte Infrastruktur, beim
Betreten, beim Starten, Landen und Bergen unserer Modelle, für Ver- und
Entsorgung (z.B. Camping), für das Parken unserer Fahrzeuge und bei An-
und Abfahrten;
-
Energie und Rohstoffe benötigen:
für den Betrieb motorisierter Modellflugzeuge und
die An- und Abfahrt mit dem PKW;
-
Abfall, Lärm, Abgase und Schadstoffe
erzeugen:
beim Bau unserer Modelle, beim Betreiben
motorgetriebener Modelle oder bei An- und Abfahrt mit dem PKW.
-
nachhaltig stören können:
insbesondere beim Fliegen in störempfindlichen
Gebieten (ische Schutzgebiete, aber auch z.B. beim
motorisierten Modellflug in Gebieten der stillen Erholung) bzw. in ihrer
unmittelbaren Nähe.
Der umwelt- und naturbewusste Modellflieger:
-
stellt sich der ihm obliegenden Verantwortung;
-
fördert durch sein Verhalten den Anspruch des
Luftsports, eine möglichst umwelt- und naturverträgliche Erholungsart zu
sein;
Die Verantwortung für umwelt- und naturbewusstes Modellfliegen liegt in erster Linie bei uns Piloten!
Wir müssen Maßnahmen ergreifen,
uns umwelt- und naturbewusst verhalten, müssen umwelt- und naturbewusst
Modellfliegen!
Das heißt: Beginnend
bei der Flugvorbereitung über die Flugdurchführung bis zum Bergen des
Modells müssen wir Modellflieger unser Handeln nach umwelt- und naturschonenden Aspekten richten.
Der umwelt- und
naturbewusste Modellflieger
-
bildet für die An-
und Abfahrt zum Fluggelände nach Möglichkeit
Fahrgemeinschaften;
nimmt
größtmögliche Rücksicht auf Mensch und Natur beim Betrieb insbesondere
von motorisierten Flugmodellen (Motorlärm);
fliegt weder Tier
noch Mensch vorsätzlich an;
nimmt besonders
Rücksicht im Frühjahr und Frühsommer, wenn Wildtiere ihren Nachwuchs
führen, und zur Zugzeit;
ist auf stete
Lärmminderung bedacht; nutzt die wirtschaftlich vertretbaren technischen
Möglichkeiten auch zur Reduzierung von Verbrauch und
Schadstoffemissionen entsprechend dem aktuellen Stand der Technik;
fliegt nicht in
naturschutzfachlich störempfindlichen Gebieten (v.a. ornithologisch
bedeutsame Schutzgebiete) bzw. in ihrer unmittelbaren Nähe (ca. 500m
Abstand sind i.d.R. ausreichend); er gibt seine Informationen an andere
Piloten weiter;
-
nutzt bevorzugt
zugelassene Gelände für den Modellflug, insbesondere für den Betrieb von
Modellen mit Verbrennungsmotoren;
-
wählt sein
Fluggelände sorgfältig aus, nimmt besonders Rücksicht auf die
Bedürfnisse der frei lebenden Tierwelt;
-
nimmt Rücksicht
auf schutzbedürftige Pflanzenstandorte;
-
benutzt beim Bergen seines Modells nach Möglichkeit vorhandene Wege und
Raine entlang von Flur und Grundstücksgrenzen
Der umwelt- und
naturbewusste Freiflugmodellpilot
-
wählt sein
Fluggelände besonders sorgfältig aus, da er das Flugverhalten seiner
Modelle nach dem Start nicht mehr beeinflussen kann (Windversatz über
mehrere Kilometer);
-
nimmt daher besonders Rücksicht auf die Bedürfnisse der frei lebenden
Tierwelt;
-
verfolgt Freiflugmodelle nur mit dem unbedingt notwendigem
Personal
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