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DAeC Sportfachgruppe Modellflug und DMFV vereinbaren Fortsetzung gemeinsamer Veranstaltungen


Die Kooperation gemeinsame Meisterschaften für Jet- und Indoormodelle wird fortgesetzt! So lautet das wesentliche Ergebnis des Sportgesprächs in Hannover (29.10.) zwischen der Sportfachgruppe Modellflug des DAeC, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus Böckmann, CIAM-Vizepräsident Gerhard Wöbbeking, den Jet-Referenten Volker Heine und Adolf Middeldorff, und dem DMFV, vertreten durch den Präsidenten Hans Schwägerl, den Fachbeiratsvorsitzenden Winfried Schlich und den Jet-Referenten Dr. Heinrich Voss.


Unverändert gegenüber dem Vorjahr wird 2007 eine gemeinsame Deutsche Meisterschaft Indoor mit zwei Qualifikationswettbewerben und einer Endentscheidung durchgeführt. Eventuell soll die maximale Teilnehmerzahl der DM erhöht werden. Ebenso ist in der Diskussion, bei den Qualifikationswettbewerben auch die C-Klasse für Einsteiger mit anzubieten, um diesen die Gelegenheit zu geben Wettbewerbserfahrung für weitere Aufgaben zu sammeln.

Bei den Jetmodellen gehen die Verbände auf die Wünsche der Piloten ein, dem Kunstflug mit Turbinenantrieb eine eigene Klasse zu geben. Um der zunehmenden Beliebtheit von Jetmodellen Rechnung zu tragen, gibt es 2007 zwei gemeinsame Deutsche Meisterschaften mit insgesamt 4 Klassen.


Am 26. und 27. Mai findet in Herrieden die DM in der neuen Klasse Kunstflug und in der Sportklasse statt.


Die DM in den Klassen Scale und Semiscale wird am 15. bis 17. Juni in Müllheim (Baden) ausgetragen.

 

 
 
 
61. Modellflugtagung des DAeC in Dresden

Über 20 Punkte umfasste die Tagesordnung der 61. Modellflugtagung des DAeC in Dresden. Für 2006 konnte der Sportfachgruppenvorsitzende Klaus Böckmann erneut auf herausragende sportlich Erfolge zurückblicken. 18 Medaillen erflogen DAeC-Modellflieger auf Europa- und Weltmeisterschaften der abgeschlossenen Saison und behaupteten sich somit im internationalen Vergleich auf Platz 2 hinter den USA. Aufgrund ihrer internationalen Erfolge wurden 5 DAeC-Modellflieger mit dem „Silbernen Lorbeerblatt“ des Bundespräsidenten geehrt.

Bernhard Schwendemann als langjähriger Aktivensprecher und Kristian Töpfer
(LMR Sachsen) wurden mit der „Goldenen Dädalus-Medaille“ geehrt.

Absolut im Gegensatz zu den sportlichen Erfolgen und der Ausbildung und Qualifikation steht die finanzielle Situation der Sportfachgruppe. Aufgrund der nur marginal steigenden Mitgliedszahlen bieten sich zwei Auswege – Erhöhung der Beiträge oder deutliche Verbesserung der Marktpositionierung und entsprechender Mitgliederzuwachs.

Mit kritischer Spannung erwarteten die Mitglieder der Modellflugtagung Frank Schwartz und Alfred Kirst vom „Premium-Partner“ Flug und Modelltechnik (FMT) sowie die Vorstellung des MFSD – Modellflugsportverband Deutschland, der von Mitgliedern des Vorstands der Sportfachgruppe gegründet wurde, um Modellfliegern den Weg in den DAeC zu ebnen, die nicht über Vereine bzw. Landesverbände Mitglied werden wollen.

Manfred v.Raven, Präsident des MFSD, begleitete die Vorstellung    des neuen Ver-bandes und seiner Ziele mit einer eindrucksvollen Marktanalyse, die deutlich machte, wie dringend notwendig es für den Modellflug im DAeC ist, sich für die Herausforderungen durch Veränderungen im Luftsport aufzustellen und die Marktposition zu verbessern. Der neue Verband will keine Konkurrenz zu den Landesverbänden sein, sondern sie da ergänzen und unterstützen, wo die Dezentralisierung nachweislich Nachteile in sich birgt.

Nach einer intensiven Diskussion, auch außerhalb der MFT, befürworteten die LMR mit deutlicher Mehrheit die Unterstützung des Aufnahmeantrags des MFSD in den DAeC.

Nach Berichten über die Zusammenarbeit mit DMFV, DMO und ÖAeC und über den Erfolg des Internet-Auftritts Modellflug-im-DAeC schloss die 61.MFT. 

Die 62. MFT 2007 richtet der Landesverband Niedersachsen aus.

 

 
 
 
 
Bundesrat verabschiedet Änderung der LuftVO § 16

Der Bundesrat hat auf seiner Sitzung am einer Änderung der LuftVO zugestimmt. Damit verbunden ist u.A. auch eine Änderung von § 16 LuftVO, der den Modellflug betrifft. Die Änderung ist bereits seit März 2006 angekündigt und im nachfolgenden Text unter 1. (d) rot hervorgehoben. Diese Neufassung  steht auch in Zusammenhang mit den neuen "Grundsätzen des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen" (sieh NfL I 59/06).

Für Vereine bzw. Gruppen, die Modellflug auf Flugplätzen oder Segelfluggeländen betreiben, ist die Klärung wichtig, ob diese Gelände für die Betriebsart Modellflug eine Genehmigung haben. Sollte das nicht der Fall sein, müsste der Flugplatzbetreiber einen entsprechenden Antrag an die zuständige Luftfahrtbehörde stellen.

LuftVO § 16 Erlaubnisbedürftige Nutzung des Luftraumes
(1) die folgenden Arten der Nutzung des Luftraumes bedürfen im Übrigen der Erlaubnis:
1. Aufstieg von Flugmodellen
a) mit mehr als 5 Kg Gesamtmasse
b) mit Raketenantrieb, sofern der Treibsatz mehr als 20 gr beträgt
c) mit Verbrennungsmotor in einer Entfernung von weniger als 1,5 km zu Wohngebieten
d) aller Art in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von der Begrenzung zu Flugplätzen, auf Flugplätzen bedarf der Betrieb von Flugmodellen darüber hinaus der Zustimmung der Luftaufsichtsstelle oder der Flugleitung.


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Erklärende Ergänzung zur News v. 1.11.06

In unserer Presserklärung „Vereinbarung mit der DMO“ vom könnte eventuell der Eindruck entstanden sein, dass die DMO auf Grund der geschlossenen Vereinbarung zwischen der DAeC Sportfachgruppe Modellflug und der DMO am Projekt „Sport Audit Luftsport“ bzw. „Step Audit“ beteiligt wäre. Dieses ist nicht der Fall. Das Projekt „Sport Audit Luftsport“ ist ein vom Land Schleswig-Holstein und den Verbänden DAeC und DMFV gemeinsam finanziertes Projekt zur Entwicklung eines Umweltzertifikates für den Luftsport innerhalb einer Testphase. Nach der Testphase können die DMO bzw Ihre Vereine auf die Unterstützung der Sportfachgruppe Modellflug des DAeC zur Erlangung eines allgemeinen Umweltzertifikates „Sport Audit Luftsport“ zurückgreifen
 

 
1.11.06
 
DAeC Sportfachgruppe Modellflug und DMO treffen Vereinbarung.

Mit einer am 1. Januar 2007 beginnenden Vereinbarung rücken die Sportfachgruppe Modellflug des DAeC und die Deutsche Modellsport Organisation (DMO) als Interessenvertreter der Modellfluglandschaft in Deutschland ein Stückchen näher zusammen. Die DMO kann verschiedene Dienste des DAeC Modellfluges nun auch für ihre Modellflieger nutzen.

Neben der Beauftragung von DAeC-Geländegutachtern und der Ausbildung eigener Gutachter durch den DAeC gemäß den neuen Richtlinien für den Aufstieg von Flugmodellen ist das aktuelle Informationsangebot der Sportfachgruppe Modellflug des DAeC und die politische Vertretung der Interessen des Modellflugs unter Einbeziehung der DMO Bestandteil der Vereinbarung. Auch Umweltauszeichnung (Sport-Audit Luftsport) für Modellfluggelände sind Modellfliegern der DMO so zugänglich. Im Gegenzug wird die DMO den Sportbetrieb der Sportfachgruppe Modellflug unterstützen.

Durch diese Vereinbarung erweitert sich der Kreis, der von der Sportfachgruppe Modellflug des DAeC sportpolitisch vertretenen Modellflieger erheblich.


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1. Gutachter-Seminar in Dutenhofen

Am Wochenende 21./ veranstaltete die Sportfachgruppe Modellflug des DAeC das 1. Gutachter-Seminar in Deutschland nach der neuen Nfl I 59/06. Den rund 30 Teilnehmern wurde dabei ein umfangreiches Programm geboten. Die Gesetzesgrundlagen der Richtlinie, die Zusammenhänge und Bedeutung der Fragen von Modellflug und Umwelt und die grundsätzlichen Aspekte der Lärmmessungen waren die Basis der darauf aufbauenden weiteren Seminar-Themen. Dazu gehörten dann die Aspekte des Betriebes von Jetmodellen und von Großmodellen mit mehr als 25 kg.
Es blieb aber nicht nur bei trockener Theorie sondern die Teilnehmer erlebten und konnten selbst auf dem nahe gelegenen Modellflugplatz an der praktischen Lärmmessung nach den neuen Vorschriften teilnehmen. Die Erstellung eines Gutachtens und der damit im Zusammenhang stehenden Punkte sowie eine Seminar-Klausur zur Überprüfung eventuell offen gebliebener Fragen bildeten den Abschluss dieser gelungenen 1.Veranstaltung, bevor es die Zertifikate zur bestandenen Teilnahme gab.
Die Durchführung und Leitung des Seminars lag in den Händen des Vorsitzenden der Modellflugkommission Modellflug des DAeC Klaus Böckmann.

 


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Breitensport - DM im Elektrosegelflug


Unter der Klassenbezeichnung F5B-J (J steht hier für Jedermann) wurde vom in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, die offene Deutsche Meisterschaft des DAeC im Elektrosegelflug ausgetragen.

Die Klasse F5B-J ist als Breitensportklasse konzipiert, da stellt sich für viele sicherlich die Frage Breitensport und zugleich DM – passt das zusammen? Genau das wollte ich selbst erfahren und habe mich zum Mitmachen angemeldet.

Ja, es passt zusammen, kann ich da nur sagen. Die Atmosphäre ist schon deutlich entspannter, als auf Meisterschaften und Wettbewerben, bei denen es nach anspruchsvollen FAI Regeln auf jedes Pünktchen für die Einstufung in Ranglisten und die Qualifizierung für höhere internationale Aufgaben ankommt. Trotzdem, entsprechender Ehrgeiz ist bei jedem schon dabei, aber doch irgendwie familiärer und jeder hilft jedem, wenn danach gefragt wird.

Die Flugaufgabe selbst ist natürlich nicht ganz so anspruchsvoll, dafür aber mit jedem gut getrimmten Elektrosegler zu meistern, vom „modernen“ Styroporsegler über Hotliner bis zum GFK/CFK High-Tech-Modell, vom herkömmlichen Antrieb mit Bürstenmotor bis zum modernsten Außenläufer mit Lipozellen war alles vertreten. Gefordert ist in erster Linie, dass Flugmodell sicher zu beherrschen, eine zeitgenaue Flugeinteilung und eine präzise Landung. Also kaum mehr als das, was jeder am Sonntagnachmittag auf seinem Heimatflugplatz auch fliegt – und das ist eben Breitensport.

Der ausrichtende Verein FAG Kaltenkirchen hatte alles gut vorbereitet, wie immer war die Versorgung der Teilnehmer vor Ort perfekt und bei zurückgekehrtem Sommerwetter trug so auch das Umfeld zu einem entspanntem Wettbewerbsablauf bei. Flugtechnisch sorgte der starke und teilweise böige Wind am Samstag für etwas selektivere Ergebnisse als sonst in dieser Klasse üblich. Allein Titelverteidiger Hans Schelshorn aus Bayern ließ sich davon nicht beeindrucken und zeigte von Anbeginn mit tadellosen Flügen, dass nur eine erfolgreiche Titelverteidigung für ihn in Frage kam, und das trotz seiner Startnummer 13.

Klaus Böckmann

Eine genaue Beschreibung der Flugaufgabe findet man hier:

http://www.modellflug-im-daec.de/bemod/pdf/t3/t36/t365/36552.pdf

 


 
 


Die verrückteste Veranstaltung des Jahres 

Einen hohen Anspruch hatte es schon, das Motto das FMT-Chefredakteur Alfred Kirst der „Bodensee-Überquerung“ mit 20 „Spirits of St.Louis“ verpasst hatte. Die Idee stammte von „Thunder Tiger Europa“ Sascha Rentel, der zu diesem Projekt 20 bis auf den Empfänger komplett ausgestattete Spirits zum Kennenlernen, Trimmen und Einfliegen durch die ausgelosten Piloten auf das durch Marco Weimer betreute Fluggelände der MFG Markdorf stellte. Besonders ausdauernde Lipo´s steuerte Colin McGinn von Flight Power bei, der im Vorfeld eine ausgiebige Machbarkeitsstudie durchgeführt hatte.
Vorab – die Veranstaltung wurde dem Motto in vollem Umfang gerecht! Zwanzig Piloten versuchen mit minimalstem Werkzeug einen doch etwas größer als geplant ausfallenden Akku ins Modell zu packen, eigenen Empfänger und alle Anschlüsse zu verbinden, das Modell auszuwiegen und einzufliegen – Zeitrahmen 4 Stunden. Die Vorbereitungen dauerten unterschiedlich lange, einige abenteuerliche Probestarts erhöhten die Anspannung auf das eigentliche Event, das letztendlich 19 Piloten in Angriff nahmen!
Dem Event entsprechend war das prominenteste Schiff auf dem Bodensee „MS Uhldingen“ Plattform des Abenteuers. Nach der Überfahrt von Überlingen wurde der Landesteg der Insel Mainau, Landeplatz (ca. 7x20m), besichtigt bevor der Startplatz 17 min vom Landeplatz entfernt angesteuert wurde. Im 10 Sekunden-Takt wurden die Spirits vom Achterdeck gestartet und umschwirrten das Schiff in unterschjedlichen Höhen. Das Begleitboot zur Rettung „Modellbrüchiger“ wurde nicht arbeitslos. Einige Modelle wasserten vorzeitig bei unterschiedlichen Begründungen, besonders tragisch eine Wasserung nachdem der Pilot die Landung sicherheitshalber abbrach, der Strom aber für einen weiteren Versuch nicht mehr ausreichte! Immerhin 11 Teilnehmer erreichten den Landeplatz trocken, so dass alle Piloten, Helfer, Veranstalter und Ehrengäste einhellig der Meinung waren: Sieger ist jeder, der sich der Herausforderung der „verrücktesten Veranstaltung“ des Jahres gestellt hat!

 


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50.000 x Modellflug im DAeC

Mit 50.000 Besuchen in 9 Monaten konnte die neue Modellflug-Home-Page des DAeC einen prächtigen Start-Erfolg verzeichnen. Das Konzept, eine Plattform für interessante Informationen aus dem Modellflugsport zu schaffen, ist mehr als aufgegangen.
Vom Freizeit-Sport bis zum internationalen Wettbewerbsgeschehen, vom Freiflug- bis zum Jet-Event reichen die Berichte und Informationen. Der Klassiker BeMod online und viele Service- und Hintergrund-Info's runden das Angebot ab.
Der DAeC unterstreicht hiermit wieder eindrucksvoll, dass er der Verband für alle Modellflugsportler ist.
Das Internet-Team der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC bedankt sich für das riesige Interesse und für die vielen guten Anregungen, die es von Besuchern, Freunden und Vereinen erhalten hat. Der bisherige Erfolg ist natürlich auch Ansporn, die Seiten durch weitere aktuelle Themen zu ergänzen.
 

 
 


DAeC-Bundesgeschäftsstelle ist verwundert über das „Auftauchen“ des Modellflugs in der Benachrichtigung über die Flugbeschränkungen 

Die DAeC-Bundesgeschäftsstelle ist verwundert über das „Auftauchen“ des Modellflugs in der Benachrichtigung über die Flugbeschränkungen:
 „In unseren diesbezüglichen Gesprächen mit dem Ministerium wurde der Modellflug von keiner Seite in die Diskussion eingebracht! Jetzt ist der Modellflug allerdings auf der Tagesordnung und wir sehen unsere vorrangige Aufgabe darin, die Beeinträchtigungen möglichst restlos zurückzufahren!“

In einem Schreiben an das Ministerium wurden dazu die nachstehenden (auszugsweise) Hauptargumente vorgetragen:

Wir begründen unsere Ablehnung mit der Regelung nach Luft VO §16 :


(4) Der Aufstieg von Flugmodellen von weniger als 5 kg Gesamtmasse bedarf keiner Erlaubnis, es sei denn, dass sie mit Raketenantrieb versehen sind. 

Dies bedeutet für die organisierten und nicht organisierten Modellflugsportler in Deutschland, dass sie ihre Modelle zu jeder Zeit nach Genehmigung durch den Grundstückseigentümer aufsteigen lassen können. Weitergehende Einschränkungen betreffen nur den Flug von motorisierten Modellen - ein Abstand von 1,5 km zu bewohnten Gebieten ist nicht zu befliegen- und der Einsatz innerhalb der Sicherheitszonen von Flughäfen ist mit der Flugleitung abzustimmen.


Da der Steuerer von Flugmodellen bis zu einer höchstzulässigen Startmasse von 25 kg  keiner Lizenzierung unterliegt, ist er über die Flugbeschränkungsgebiete und die Wege der Veröffentlichung nicht informiert und auch nicht durch Gesetze und Verordnungen verpflichtet  sich zu informieren. Eine flächendeckende Information insbesondere der ca. 80.000 unorganisierten Modellflieger halten wir für unmöglich.


Der Modellflieger steuert sein Modell zwar nach Sicht ist aber sicherlich nicht durch den LuftVO §28 Sichtflugregeln betroffen.

Die Modellflugkommission im Deutschen Aero Club hält die Maßnahme auch unter dem Aspekt der Steuerung von Flugmodellen für maßlos überzogen. Jenseits einer Entfernung von ca. 1,5km vom Standort des Steuerers ist eine Modellsteuerung mittels einer Funkfernsteueranlage kaum kontrolliert möglich. Nur bei optimalen Wetterverhältnissen, sehr großen Modellen und hervorragenden Steuerfähigkeiten des Piloten kann dieser Wert überhaupt erreicht werden.


Der Deutsche Aero Club bittet das Ministerium, den Teil bezüglich der Modellflugpiloten ersatzlos aus der „Bekanntmachung über die vorübergehende Festlegung von Gebieten mit Flugbeschränkungen“ zu streichen, da keine rechtliche Grundlage für das Vorgehen besteht und eine Umsetzung unmöglich ist.
 

 
 
 
WM F2 Valladolid (Spanien)

Eine ereignisreiche Weltmeisterschaft erlebte die Fesselflug-Nationalmannschaft in Spanien. Das beste Resultat für das DAeC-Team erreichte Marcel Birnstein als 4. Junior in der Klasse F2A. Bericht des Teams:

WM F4 Norrköpping (Schweden)

Mit seiner Grumman F7F Tigercat wurde Max Merckenschlager Vize-Weltmeister der Klasse F4C. Foto´s, Video und Ergebnislisten des "Schwedenhappens":

www.modellflug-im-daec.de\veranstaltungen\index_2.htm

WM F3J Martin (Slowakei)

Ein Sinnbild für den hohen internationalen Leistungsstand des Modellflugs im DAeC ist seit Jahren die F3J-Szene,  jährlich werden Junioren- und Senioren-National-teams nach Punkten hinter dem Komma ausgeflogen und um einige Protagonisten stets neu zusammengestellt auf Europa- und Weltmeisterschaften entsandt.

Erfolgreiche Teilnahmen waren die Regel, Höhepunkt: 4 EM-Treppchenplätze 2005 in Kroatien.

Wiederholung in der Slowakei! Allerdings 4 WM-Treppchenplätze. Während die in den vergangenen Jahren so sicheren Junioren schwächelten und mit der Mannschaft (Benedikt Feigl / 2., Oliver Ladach / 14. und Dominik Helminger / 16.) den 3. Platz hinter den USA und Italien belegten, sicherten sich die Senioren (Dominik Feigl / 2., Karl Hinsch / 5. und Philip Kolb / 13.) den Weltmeistertitel vor der USA und der Slowakei.

Leicht getrübt wurde die Bilanz des Teams um Mannschaftsführer Peter Feigel mit einem WM-Titel, 2 Vize-Meistern und einem 3. Platz durch die unwesentlich bessere Bilanz der USA, die mit dem Junioren-Weltmeister Cody Remington und dem Dritten Casey Adamczyk auch den WM-Titel der Junioren einheimsten und dazu Vize-Weltmeister der Senioren wurden.

Die letzte noch verbleibende Medaille schmückt den Weltmeister David Hobby.

Berichte:

www.modellflug-im-daec.de\veranstaltungen\index_2.htm

Helmut Steinigeweg

 

 
 
 
Europameisterschaft F1A, B, C in Odessa


Zwei Medaillen holten die DAeC-Freiflug-Senioren am Schwarzen Meer: Bernd Silz errang die Bronze-Medaille in der Klasse F1B nach dem 2. Fly-Off.


Vize-Weltmeister wurde die Nationalmannschaft F1A (Frank Adametz / 9., Dietrich Sauter / 19. und Dirk Halbmeier / 20.) hinter Russland vor de Finnen.
 

Europameisterschaft F1E in Turda (Rumänien)

Knapp am Treppchen vorbei flog die Junioren-Nationalmannschaft (Gunnar / 10., Lars / 14. und Rasmus Dreseler / 18.) auf den vierten Platz der magnetgesteuerten Freifliugmodelle. Für die Senioren Manfred Rennecke, Werner Ackermann und Klaus Hoefer reichte es zu Platz 10 in der Endabrechnung.

www.modellflug-im-daec.de\veranstaltungen\index_2.htm

Helmut Steinigeweg
 

 

 
F3A – Wettbewerbs-Teilnehmer disqualifiziert

Beim 3. Teilwettbewerb zur Deutschen Modellkunstflug-Meisterschaft am 5./.6.08.06 bei der Vereinigung für Modellflugsport e.V. in Regensburg musste einer der Teilnehmer durch den Wettbewerbsleiter, Peter Lessner, disqualifiziert werden. Er hatte als technisches Hilfsmittel einen elektronischen Kreisel in seinem Modell montiert, um damit die Fluglage zu stabilisieren.

Entsprechend den Regeln der F3A - Klasse sind derartige technische Hilfsmittel nicht zulässig. Die Steuerung der Modellflugzeuge erfolgt allein durch die Fernsteuer-Kommandos des Piloten.

Der Vorstand der Sportfachgruppe sieht hierin einen groben Verstoß gegen die Bestimmungen des Modellflugsports in der Klasse F3A und gegen die Fairness gegenüber den anderen Wettbewerbs-Teilnehmer und wird eine Sportstrafe aussprechen.

Peter Uhlig

Fachreferent F3A
 

 

 

Peter Uhlig erhält das erste Hanjo Kunze Diplom der Sportfachgruppe!


Mit dem Hanjo Kunze Diplom bedankt sich die Sportfachgruppe bei Peter Uhlig für seine langjährige Tätigkeit als Sportzeuge auf nationalen und Internationalen Wettbewerben. Ebenso gilt unser Dank seinem Engagement als Ausbilder vieler Nachwuchssportzeugen und die Weiterentwicklung der einschlägigen Richtlinien, wobei sich die FAI gern seiner Fachkompetenz bedient.

Anlässlich des F3A-Ranglistenwettbewerbs in Uetze wurde Peter Uhlig das Diplom Nr. 1 vom Sportfachgruppenvorsitzenden Klaus Böckmann überreicht.


Das Hanjo Kunze Diplom
Seit kurzem hat die Sportfachgruppe Modellflug im DAeC eine eigene Ehrenordnung, die zwei Auszeichnungen für verdiente Modellflieger vorsieht.
Eine davon ist das Hanjo Kunze Diplom. Es ist  so benannt nach Hans-Joachim Kunze, der über lange Jahre als nationaler und internationaler Punktwerter höchste Anerkennung gefunden hat und das Ansehen des DAeC nachhaltig gefördert hat.
Es sollen damit Personen ausgezeichnet werden, die sich durch langjähriges, außerordentliches Engagement in Supportfunktionen für den Modellflugsport auf nationaler und/oder internationaler Ebene hervor getan haben.


Adolf Middeldorff
 
 

Sport-Fotografie-Wettbewerb

Der Deutsche Olympische Sportbund veranstaltet gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Fachverband für Kunstpädagogik einen Sport-Fotografie-Wettbewerb. Er richtet sich an die Altergruppen bis 16 und 17 bis 21 Jahre. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2006.
 


Gleichbehandlung aller Modellflieger auf der Wasserkuppe wieder hergestellt!


DAeC erreicht für alle Modellflugsportler gleiche Start-Gebühren! Damit kommen auch unsere ausländischen Freunde in den Genuss der reduzierten Gebühren. Da bleibt nur noch zu sagen: "Zu Gast bei Freunden" !

Mit einer von einem großzügigen Spender unterstützten Vereinbarung zwischen dem Sponsor und der Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe (GFS) konnte Dieter Wolff, Vizepräsident des DAeC, erreichen, dass für alle Modellflugsportler ab 1.Juli 2006 die ermäßigten Start-Gebühren gelten.

Die GFS wird entsprechend der getroffenen Vereinbarung die Kompetenz des DAeC Modellfluges nutzen, wenn es um Ausbildung und modellfugspezifische Themen auf der Wasserkuppe geht.

Damit ist ein vor einigen Monaten gezielt künstlich geschaffener Zustand der Zweiklassigkeit der Modellflieger auf der Wasserkuppe, zum Vorteil aller Sportler wieder beseitigt. Der DAeC macht einmal mehr deutlich, dass er für die Einheit der Luftsportler steht und eine Ungleichbehandlung ablehnt.

Herzlichen Dank für diese persönliche Initiative.

Klaus Böckmann
Vorsitzender der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC

 
 


Hohe Auszeichnung für Dr.Geza Egervary

Dr. Geza Egervary (LSG Bietigheim) wurde für seine Verdienste für den Modellflug-FESSELFLUG vom DAeC mit der GOLDENEN DÄDALUS-Medaille und vom BWLV mit der WOLF-HIRTH-Medaille in Silber ausgezeichnet.
An seinem 73.Geburtstag Mitte Mai überraschten der Freiflug-Referent des Baden-Württembergischen Luftsportverbandes, Wolfgang Gerlach, und der Fesselflug-Referent der Sportfachgruppe Modellflug, Wolfgang Gromann, das Geburtstagskind mit diesen Ehrungen, die Geza sichtlich gerührt entgegennahm.
Über 30 Jahre lang hat Geza Egervary den deutschen Fesselflug-Kunstflug geprägt. Mit seinem Können, seinen unzähligen Titeln als Deutscher Meister, seinen  unzähligen Teilnahmen auf Europa- und Weltmeisterschaften mit der deutschen Nationalmannschaft, hat er die junge Generation herausgefordert ihm nachzueifern. So haben wir heute eine starke Fesselflug-Kunstflug-Mannschaft, die sich weltweit sehen lassen kann.
Als Trainer von Richard Kornmeier (AC Stuttgart) den er 2004 zum Europameister der Junioren, 2005 zum Vize-Europameister der Senioren in der Fesselflug-Kunstflug-Klasse führte, fand und findet seine Arbeit ihren krönenden Abschluss.


Wolfgang Gromann

 

 
 
 
Erster Vereidigter DAeC-Modellflug-Sachverständiger

Udo Menke, ehrenamtlicher Sachverständiger und Prüfer für Flugmodelle bis zu einer Abflugmasse von 150 Kilogramm im DAeC ist am 22. Mai 2006 von der IHK Arnsberg als Sachverständiger für Modellflugzeuge bis zu 150 Kilogramm öffentlich bestellt und vereidigt worden. Menke wurde in einem aufwändigen Verfahren auf persönliche und fachliche Eignung überprüft.
 
Die bundesweite, unabhängige, weisungsfreie, gewissenhafte und unparteiische Sachverständigentätigkeit umfasst die folgenden Sachgebiete des Modellfluges:
- Gutachten für Haftpflichtschäden, Zeitwertermittlungen
- Gutachten für Modellfluggelände
- gerichtliche Gutachten
- Beratung von Behörden, Verbänden, Organisationen, Firmen und Privatpersonen im Modellflugsektor.

Bei der öffentlichen Bestellung und Vereidigung von Udo Menke handelt es sich um die erste dieser Art für Flugmodell-Angelegenheiten in der Bundesrepublik Deutschland.

 

 


F1D-Weltrekord von Lutz Schramm

Im Rahmen der Deutschen Saalflugmeisterschaften (Freiflug) überbot F1D-Spitzenpilot Lutz Schramm am 10. Juni in der Hallenkategorie I (bis 8 m Höhe) mit 31 Minuten 13 Sekunden den vier Jahre alten Weltrekord um nicht weniger als viereinhalb Minuten. 

Lutz Schramm, Europameister 2003 und Vizeweltmeister 2004, ist seit Jahren einer der besten Saalflieger der Welt. An die Qualität seiner Modelle kommt schon lange niemand mehr heran, jetzt bewies er auch, dass sie mehr leisten als andere. Die Bedingungen bei den Deutschen Meisterschaften in Dillingen/ Saar waren mit 28° C und nur 35% Luftfeuchtigkeit optimal. Den Weltrekord des Ukrainers Oleg Korniychuk (26:45 min) in der niedrigsten Hallenkategorie hatte er schon oft überboten, doch nie angemeldet. Wenn, dann sollten die dreißig Minuten fallen. Nachdem er sie jetzt in fünf Durchgängen knapp verfehlt hatte, gelang in der sechsten und letzten Runde mit sensationellen 31:13 min der große Erfolg. Die Leistung wird der FAI gemeldet; der Anerkennung als Weltrekord dürfte nichts entgegenstehen.
F1D-Modelle müssen selbst gebaut sein, mindestens 1,2 g wiegen und dürfen bestimmte Ausmaße (wie Flügelspannweite von 550 mm) nicht überschreiten. Der Gummimotor darf höchstens 0,6 g wiegen. Das Rekord-Modell (Foto von der Europameisterschaft 2005) wiegt 1250 mg; Lutz Schramm quälte seinen Gummimotor (TAN II 7/1998) mit 1450 Umdrehungen. Der Verstellpropeller fängt die Kraftspitze auf und verhindert, dass das Modell steil gegen die Hallendecke schießt. - Lutz Schramm gehört auch zum deutschen F1D-Team, das Ende September zu den F1D-Weltmeisterschaften in die Salzhöhle nach Rumänien fährt.

Gerhard Wöbbeking
Fachreferent Freiflug
 

 

Neuer Termin für den 4. Deutschlandpokal für Antikmodelle des DAeC in Köln-Fühlingen am

Der für den 21.5. angesetzte Wettbewerb konnte wegen schlechten Wetterbedingungen nicht ausgeflogen werden. An diesem Tag zog ein Sturmtief über den Westen der Republik mit starkem Regen und Orkanböhen. Nun ist als Ersatztermin der 27. August 2006 angesetzt. Am 26. August kann ab 14.00 Uhr trainiert werden. Neben der etablierten Seglerklasse werden in Köln auch drei Motorklasse für Elektro- und Verbrennerantrieb (unbeschränkt) sowie Verbrennerantrieb mit Motoren bis 1ccm Hubraum ausgeflogen. Nach dem bislang in der Elektroklasse ein 7-Zeller Akku mit vorgegebener Kapazität Pflicht war, sehen die Klassenregeln für 2006 nun lediglich eine Beschränkung auf beliebige Akkus mit bis zu 11,1 Volt Gesamtspannung vor. Damit können auch moderne Antriebe und aktuelle Lipo-Akkus mit bis zu drei Zellen verwendet werden .In allen vier Klassen können Modelle, deren Bauplan vor 1961 erschienen ist, teilnehmen. Auskünfte und die Klassenregeln gibt es beim Fachreferenten Guido Plützer unter Tel.0221/2822143 oder . Jedem, der die klassischen alten Modelle wie Strolch, Brummer, Sausewind, Baby oder Hast wieder am Himmel sehen will, sei die Reise nach Köln im August dringend empfohlen.

Guido Plützer
Fachreferent Antikmodellflug
 

 

Brief Max Bishop, FAI an Mr. Sándor MÉHÉSZ, Secretary General,Hungarian Aeronautical Association  >>>


Tödlicher Modellflugunfall in Ungarn

(Informationen Stand 8. Juni 06)

Der Modellflugclub Szekszárd hatte am 13. Mai 06 zu einem Flugtag auf dem ehemaligen Militärflugplatz Öcsény eingeladen. Die Airshow begann um 14 Uhr, Stefan W. verlor gegen 14.45 Uhr die Kontrolle über seine Pitts S12 (2,60 m Spannweite, 20 kg, 157 ccm Boxer-Motor). Innerhalb seines Kunstflug-Programms machte das Modell gerade einen Abschwung, etwa 200 m vom Piloten entfernt auf der Fluglinie, die ca. 50 m vor den Zuschauern verlief.
Das Modell reagierte nicht mehr, offensichtlich hatte ein starkes Störsignal den Failsafe-Modus ausgelöst (Ruder neutral, Triebwerk gedrosselt). Bedingt durch den Seitenwind drehte das Modell auf die Zuschauer zu und ging dabei in den Messerflug über. Im Gefahrenbereich – nur 20 m vom verzweifelt laut warnenden Piloten – stand ganz allein ein Ehepaar; sie schrieb gerade eine SMS, er las einen Zettel. Beide ließen sich nicht stören, schauten nicht auf, traten keinen Schritt zur Seite – und wurden so schwer von dem Modell getroffen, dass sie starben. Verletzte gab es aufgrund der nachfolgenden Panik, im Absturzbereich hatte sich sonst niemand aufgehalten.
Etwa 30 Piloten waren der Einladung des Modellflugklubs gefolgt, der seinen Flugtag zum 5. Mal veranstaltete. Sie verabredeten, dass immer nur einer fliegen sollte. Dafür wurde eine Marke weitergereicht. Weder behielt die Flugleitung die Sender ein noch verfügt der Modellflugklub Szekszárd über einen Scanner, um eingehende Signale zu registrieren.
Bereits am Freitag, dem 12. Mai 06, hatte Helmut Treffendörfer bei einem Trainingsflug die Kontrolle über sein Modell verloren. Es schaltete ebenfalls auf Failsafe und stürzte über freiem Feld ab. Stefan W. bemerkte auch bei einem Trainingsflug am Sonnabendvormittag einen kurzen Aussetzer seiner Steuerung, maß dem aber keine Bedeutung bei. Schließlich hatte er eine ganze Woche lang auf dem Flugfeld trainiert, ohne jede Funkstörung.
Am 14. und 15. Mai stellte die Polizei einen starken Störsender fest, der auf 35 MHz ausstrahlte. Josef W., der Vater des 32jährigen Unglückspiloten, kam aus Bayern mit einem Scanner angereist. Zusammen mit Mitgliedern des Modellflugklubs Szekszárd und dem Dolmetscher des ungarischen Anwalts, der die Interessen von Stefan W. vertritt, maß er am 15. und 16. Mai die Signale im 35 MHz-Band. Bekanntes Ergebnis: Die Kanäle 60, 61 und 62 sind rotierend sehr stark belegt. Stefan W.’s Fernsteuerung sendet auf Kanal 61.
Zeugenaussagen und Videos bewiesen, dass kein Pilotenfehler vorlag. Dass ein normaler Radiosender auf 35 MHz ausstrahlt, ist unwahrscheinlich – es gibt ja keine Empfangsgeräte dafür. Bleiben vor allem militärische Sendeanlagen, wie auch die lokale Polizei den Betroffenen gegenüber zugab.
Nach Aussagen des Anwalts hat in Ungarn das Militär aber niemals Schuld. Also nahm sich – auf Grund höherer Weisung? – die Staatsanwaltschaft das Wrack des Flugmodells vor, um in ihm die Unfallursache zu suchen. Ein Triebwerkstechniker wurde (!) hinzugezogen, der die Antenne des neuen, erst vor zwei Monaten eingebauten Empfängers identifizierte und einem Labor zur Untersuchung gab. Das Labor stellte fest, dass die Antenne abgerissen war und an den Enden verschiedene Stufen von Oxidation aufwies.
Stefan W. verwahrte sich über seinen Anwalt gegen die Unterstellung, das Antennenkabel sei bereits vor dem Absturz vom Empfänger getrennt und außerdem korrodiert gewesen. Wie jeder weiß, der schon einmal einen RC-Empfänger in der Hand hatte, kann die Antenne grundsätzlich nur mit Gewalt herausgelöst werden. Die Korrosionsspuren erklären sich aus der unsachgemäßen Lagerung des Wracks unter freiem Himmel.
Versuche der ungarischen Staatsanwaltschaft, den Piloten als unwissenden Amateur zu beschreiben, der Opfer fehlerhafter Elektronik wurde, beantwortete Stefan W. inzwischen ebenfalls durch seinen Anwalt. Er brachte beglaubigte Dokumente nach Ungarn, die ihn als gelernten Modellbauer ausweisen. Acht Jahre baute er Drohnen („UAV“) bei der Firma EMT in Penzberg und flog sie als Testpilot. Diese Drohnen werden seit sechs Jahren erfolgreich vom deutschen Heer eingesetzt (siehe ). Vor kurzem machte sich Stefan W. als Modell-Hersteller selbständig. Seine Modelle und seine Modelltechnik repräsentieren das höchste technische Niveau, das derzeit verfügbar ist.
Sollten die ungarischen Behörden ihre bislang erkennbare Linie der Unfalluntersuchung fortsetzen, kann vor dem Modellfliegen in Ungarn nur gewarnt werden. Stefan W.’s ungarischer Anwalt: „Es gibt hier keine Rechtssicherheit.“

Gerhard Wöbbeking

 

 
 

 
Tragischer Unfall am 13. Mai bei Flugtag in Ungarn
Staatsanwaltschaft entschuldigt sich beim Piloten

Der Modellflugclub Szekszárd hatte vergangenen Samstagnachmittag zu einem Flugtag auf dem großen ehemaligen Militärflugplatz Öcsény eingeladen. Als Stefan W. vom DAeC-Luftsport, Verband Bayern e.V. seinen zweiten Schauflug absolvierte, verlor er plötzlich jede Kontrolle über sein Kunstflugmodell Pitts S12 mit Zweitakt-Boxermotor (Spannweite 2,50 m, ca. 20 kg Gewicht). In rund 20 m Höhe setzte die Failsafe-Funktion des Modells ein; vom Seitenwind abgetrieben flog das Modell steuerlos vom Flugfeld aus mehrere hundert Meter weit bis in den Zuschauerraum und schlug dort auf. Es brach eine Panik aus; ein Ehepaar wurde getötet, vier weitere Menschen verletzt.
Die Polizei führte den unglücklichen Piloten in Handschellen ab. Video-aufzeichnungen, über einen ungarischen Fernsehkanal ausgestrahlt, bewiesen, dass er sein anspruchsvolles Kunstflugprogramm weit vor den Zuschauern geflogen hatte. Erst nach dem Ausfall der Steuerung hatte sich das Modell in deren Richtung gedreht. Stefan W. war überzeugt, dass nur eine massive, plötzlich einsetzende Funkstörung Ursache für den kompletten Ausfall hatte sein können.
Diese Funkstörung konnte am folgenden Montag- und erneut am Dienstagmorgen von der Staatsanwaltschaft, einem ungarischen Sachverständigen und dem mit einem Scanner aus Deutschland angereisten Vater von Stefan W. zweifelsfrei nachgewiesen werden. – Stefan W.’s Anlage nutzt selbstverständlich das 35 MHz-Band. Das European Radiocommunications Committee empfahl allen EU-Staaten, es ausschließlich dem Steuern von Flugmodellen vorzubehalten. Auch Ungarn ist EU-Mitglied. In Szekszárd wurde das Band aber von einem starken, regionalen Radiosender überlagert, insbesondere die Kanäle 61, 62 und 63 waren im Wechsel komplett gestört. Die Anlage von Stefan W. arbeitet auf Kanal 62.
Am Montagabend entschuldigte sich die Staatsanwaltschaft offiziell bei Stefan W. für die ungerechte Behandlung und gab ihm seinen Pass zurück. Von einer Kaution, über die die Polizei nach vorläufiger Freilassung am Sonntag verhandeln wollte, war keine Rede mehr. Um welchen Radiosender es sich handelt, der sich so unvermittelt einschaltet, schweigen sich die ungarischen Behörden aus.

Stefan W. ist ein sehr erfahrener Modellpilot, der mit seinen Vorführungen mehrfach den Preis „Best of Show“ gewann. In Szekszárd war er bereits zum dritten Mal. Um sich vorzubereiten, war er eine Woche früher angereist, und hatte die Tage bis zur Flugshow trainiert. Ihm war bewusst, dass die ungarische Gesetzgebung keine sichere Gewähr bietet, dass das 35 MHz-Band ungestört ist. Schon um sein wertvolles Modell zu schützen, gehören Reichweitentests mit einem leichten Elektromodell zu seiner Routine vor jedem Flugtag. Die gesamte Woche jedoch hatte er nicht die geringste Störung bemerkt, Freitagnachmittag und am Sonnabend gab es nur ganz vereinzelt geringe Interferenzen, bis zum Unglücksflug. – Die Flugleitung des Modellflugclubs Szekszárd hielt die übliche Sicherheitsroutine ein mit dem Check der Frequenzen und der Abgabe der Sender, hatte jedoch keinen Scanner eingesetzt.

Gerhard Wöbbeking
Mitglied des Vorstands der
DAeC Sportfachgruppe Modellflug
 

 
 


DAeC Modellflugsportler aus der Haft entlassen
Tragischer Unfall in Ungarn wohl ohne Verschulden des Piloten

Viele Tageszeitungen und Online-Redaktionen haben am Montag, 15. Mai, die Agenturmeldungen vom Sonntag umgesetzt, dass bei einem tragischen Modellflugunfall bei einer internationalen Modellflugschau in Südungarn zwei Menschen getötet und vier leicht verletzt worden sind.

Das Modell eines bayerischen Piloten war am Samstagnachmittag (13. Mai) außer Kontrolle geraten und hatte beim Absturz ein ungarisches Ehepaar tödlich verletzt.
Ein Riesenschock für alle Beteiligten.

Die Polizei hatte den Modellflugsportler, ein DAeC-Mitglied aus Mittelfranken, nach dem Unfall sofort festgenommen und Ermittlungen wegen öffentlicher Gefährdung mit Todesfolge eingeleitet.

Familienangehörige und Freund des Piloten standen ihm so weit wie möglich bei. Der  DAeC Landesverband Bayern  hatte ab Sonntagmittag nach Bekanntwerden des Unfalles über Mitglieder seiner Modellflugsparte und den Verbands-Justitiar ebenfalls seine Unterstützung angeboten, dazu dann am Montagmorgen Kontakt mit der deutschen Botschaft in Ungarn/Budapest aufgenommen.

Am Montagmittag rief dann die Botschaft beim LVB an und informierte, dass der Pilot wieder frei gelassen worden sei. Für den Piloten, Angehörige und Freunde eine erlösende Nachricht, auch weil sie bedeutet, dass den Piloten offenbar keine Schuld trifft.
Die Fernsteuerung soll deshalb ausgefallen sein, weil das entsprechende Frequenzband von einem nahegelegenen Radiosender belegt worden sein soll.
 
Die Sportfachgruppe Modellflug ist mit dem ungarischen Luftsportverband sowie der FAI CIAM in Kontakt und wird informieren, sobald weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang vorliegen.

Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer.

Klaus Böckmann
Vorsitzender der
DAeC Sportfachgruppe Modellflug
 

 

 


Freiflug - Jugend im WM-Trainig

Am Wochenende vom 22./23.4 fand in der Nähe von Uehlfeld (Kreis Erlangen/Höchstadt) das Trainingsfliegen der Junioren-Nationalmannschaft des Deutschen Aero-Club (DAeC) zur Vorbereitung auf die diesjährige Weltmeisterschaft ( Borne/Magdeburg) statt.
 
Das Team konnte bei bestem ruhigen Trainingswetter die Modelle eintrimmen, die Starttechnik verfeinern und das taktische Vorgehen für die Weltmeisterschaft besprechen.
Zur Einzelbetreuung waren für jede der 3 Klassen erfahrene Experten mit langjähriger Europa- und Weltmeisterschaftserfahrung dabei. Hier wurde intensiver Wissenstransfer durch intensiven Austausch von Erfahrungen durchgeführt.
Es wurde deutlich, dass unsere Jugendlichen ein sichtbar hohes Leistungsniveau haben.
Ein Redaktionsteam des Bayerischen Rundfunk hat das Trainingsfliegen einen halben Tag lang begleitet - die Aufzeichnung wird am kommenden Montag den 24.4. zwischen 18:30 und 18.45 gesendet(Bayerisches Fernsehen/ARD, Frankenschau).

Das deutsche Junioren Team steht dieses Jahr aufgrund des letztjährigen Erfolges auf der Europameisterschaft (3 Einzeltitel, ein Mannschaftstitel) in einer deutlichen Favoritenrolle. Mit den weiteren geplanten Aktivitäten bis zur Weltmeisterschaft (Teilnahme an internationalen World-Cup-Wettbewerben und nationalen Meisterschaften) sind möglichen Erfolge auch diesmal nicht unwahrscheinlich.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Mütter, Väter, Großeltern und unseren Modellflug-Senioren, welche schon im Vorfeld mit Hunderten von Fahrkilometern, sehr gutem Material, guten Ratschlägen und dem lebendigen Interesse an den Erfolgen der Junioren an der Vorbereitung ihren Anteil haben.

Gruß
Paul Seren

(Mannschaftsführer
und Trainer Junioren-Nationalteam F1)

>>>Mannschaft
 

 
 
 
CIAM-Vollversammlung wählte zwei Deutsche in den Vorstand


Die Aeromodelling Commission des Weltluftsportverbandes FAI hielt am Wochenende ihre Arbeitstagung in Lausanne ab. Spannend bis zuletzt war die jährliche Neuwahl des Präsidiums, weil sich drei Kandidaten um die Position des 1. Vizepräsidenten bewarben. Doch wie im Vorjahr erhielt erneut Dave Brown, Präsident der US-amerikanischen Modellflieger, im zweiten Wahlgang die meisten Stimmen. Damit wurden alle Vorstandsmitglieder wieder gewählt: Präsident bleibt Sandy Pimenoff (Finnland), 2. Vizepräsident Gerhard Wöbbeking (Deutschland). Der Finne steht nur noch für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung.

Neu im CIAM-Bureau ist Hartmut Siegmann, ebenfalls aus Deutschland. Er kandierte für die Aufgabe eines „Assistenten“, die ebenfalls mit vollem Stimmrecht ausgestattet ist. In dieser Funktion wird er mithelfen, die umfangreiche Kommissionsarbeit zu organisieren. Sein Vorgänger ist Pierre Chaussebourg, der - nach seinem Rückzug als 1. Vizepräsident im Vorjahr - dem CIAM-Vorstand nicht mehr angehört.GrußHelmut


 
 
 

Deutsche Meisterschaft F3P
 

Die vom DAeC und DMFV gemeinsam veranstaltete Deutsche Meisterschaft war eine gelungene Veranstaltung und kann sicherlich als großer Erfolg für den Indoor - Modellflug gewertet werden. Einen herzlichen Dank an den ausrichtenden Verein MFC Eschweiler, der die Veranstaltung bestens vorbereitet hatte.
Von den 40 Piloten, die die Vorqualifikation überstanden haben, sind 38 in den drei Klassen F3P-A (Kunstflug A-Programm), F3P-B (Kunstflug B-Programm) und F3P-AM (Aero-Musical) angetreten. Außer den deutschen Teilnehmern, unter denen auch erfreulich viele neue Gesichter waren, fanden sich Teilnehmer aus Tschechien, Niederlande, und Belgien ein.
Das fliegerische Niveau war im Vergleich zum letzten Jahr nochmals deutlich höher und hat einen sehr hohen Stand erreicht. Es gab praktisch keine "Crashs" mehr und selbst im F3P-A-Wendefigurenprogramm waren die Punktabstände durchgängig sehr knapp, oft im Dezimalbereich.
In nur etwa zwei Jahren hat sich der Indoor-Kunstflug unter unserer intensiven Federführung zu einer international anerkannten Sportklasse und zum disziplinierten Präzisionskunstflug entwickelt. Die weiter gestiegene Teilnehmerzahl beweist den richtigen Weg dieser gewollten Entwicklung. Die nächsten großen internationalen Veranstaltungen bis hin zur ersten FAI Weltmeisterschaft werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. 
Der Indoor-Kunstflug ist gerade für die jüngeren Modellflugsportler eine ideale Möglichkeit mit vertretbarem Kostenaufwand in den Kunstflug einzusteigen und die ersten Erfahrungen in dieser anspruchsvollen Sportklasse zu sammeln. Die ersten jungen Piloten haben bereits anklingen lassen, dass sie sich auch in der internationalen Motorkunstflugklasse F3A demnächst beteiligen wollen.
 

 
 

Aktuell März 2006


Liebe Modellflieger,
 

es ist geschafft, die seit langem immer wieder angekündigte Überarbeitung der Richtlinien für die Genehmigung zum Aufstieg von Flugmodellen und Genehmigung von Modellfluggeländen ist abgeschlossen und aktuell in Kraft.
Mit der NfL I-59/06 (Nachrichten für Luftfahrer) sind die fast 30 Jahre alten Richtlinien NfL I-77/78 außer Kraft gesetzt und die neuen "Grundsätze des Bundes und der Länder für die Erteilung der Genehmigung zum Aufstieg von Flugmodellen nach § 16 LuftVO" veröffentlicht worden. Seit einem ersten Vorgespräch beim Bundesverkehrsministerium im September 2002 sind rund 3 1/2 Jahre vergangen. Viele andere umfangreiche Änderungen der Luftfahrtgesetzgebung in diesem Zeitraum haben zu Verzögerungen beigetragen.
Von Anfang an war klar, dass nur ein gemeinsames Vorgehen der beiden großen Verbände DAeC und DMFV zu einem guten Ergebnis für die Modellflieger in Deutschland führen kann. In mehreren vereinbarten Abstimmungsgesprächen wurden von den Verbänden Stellungnahmen und konstruktive Vorschläge für die neuen Grundsätze erarbeitet und an die zuständigen Behörden weitergegeben. Hauptthema war dabei die Beurteilung des von Flugmodellen verursachten Lärms. Die vom DAeC und DMFV in Auftrag gegebenen Gutachten "zur schallimmissionsschutztechnischen Beurteilung von Modellflugplätzen gemäß Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV)" und "Schalltechnische Untersuchungen an Flugmodellen" haben entscheidend zur Lösung des Lärmproblems beigetragen. Die von einem zertifizierten Ingenieurbüro erstellten Gutachten wurden von den Behörden anerkannt und finden sich 1:1 in den neuen Grundsätzen wieder.
Die damit gefundene Lösung zum Thema Lärm ist für die Modellflugvereine eine große Hilfe und bringt auch eine entsprechende Rechtssicherheit. Die von den Behörden in vielen Einzelfällen geforderten und zugleich teuren schallimmissionstechnischen Gutachten dürften in der Regel damit nicht mehr notwendig sein. Auch die Zusatzbestimmungen für Jetmodelle wurden jetzt angemessen gefasst, so dass auch diese Betriebsart auf den meisten Fluggeländen möglich sein dürfte.
Nach wie vor sind die entsprechenden Länderbehörden für die Erteilung der Aufstiegsgenehmigung zuständig. Ich bin aber zuversichtlich, das mit den neuen Grundsätzen in den Bundesländern wieder nach gleichen Maßstäben verfahren und für die Vereine die Beantragung und Erlangung der Aufstiegsgenehmigung einfacher wird. Wir Modellflieger können diesen Vereinfachungsprozess zugleich wirkungsvoll unterstützen, in dem wir uns alle an die erforderlichen Auflagen und Regeln halten.
 

Ich wünsche Ihnen eine gute und erfolgreiche Modellflugsaison 2006. 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Klaus Böckmann
Vorsitzender der Sportfachgruppe Modellflug

 

 
 


Änderung der Luftverkehrs-Ordnung

Von den Änderungen der Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) (Bundesrat Drucksache 924/05 beschlossen am ) ist auch der Modellflug betroffen.  Der §16, der u. A. auch den Aufstieg von Flugmodellen regelt, wurde neu gefasst und gestrafft. Der DAeC hatte vorab die Möglichkeit einer Stellungnahme genutzt, die Hinweise des DAeC wurden von den zuständigen Behörden weitestgehend mit berücksichtigt. 
Auch heißt es in der neuen LuftVO jetzt eindeutig, dass eine Aufstiegserlaubnis immer dann zu erteilen ist, wenn die beabsichtigten Nutzungen nicht zu einer Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung führen können.
Weiter ist nun klargestellt, dass für den Betrieb von Flugmodellen aller Art auf Flugplätzen neben der Zustimmung der Luftaufsichtstelle oder der Flugleitung auch eine Aufstiegserlaubnis für Modellflug erforderlich ist. Der generellen Forderung nach einer Aufstiegserlaubnis hat der DAeC in seiner Stellungnahme widersprochen, konnte sich in diesem Punkt aber nicht durchsetzen.
Die Neufassung des § 16 der LuftVO ist auch Grundlage für die neuen Grundsätze des Bundes und der Länder für die Aufstiegserlaubnis von Flugmodellen, die vom Bundesverkehrsministerium und von den Luftfahrtbehörden der Länder gemeinsam mit dem DAeC und dem DMFV  erarbeitet wurden. Diese neuen Richtlinien sollen noch im März 2006 mittels NfL veröffentlicht werden und dann die alten Richtlinien von 1978 ablösen. 

Im Folgenden ist der Wortlaut des neuen § 16 LuftVO – soweit er den Modellflug betrifft – wiedergegeben:

§ 16 Erlaubnisbedürftige Nutzung des Luftraums

(1) Die folgenden Arten der Nutzung des Luftraums bedürfen im Übrigen der Erlaubnis:

1. der Aufstieg von Flugmodellen

a) mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtmasse,
b) mit Raketenantrieb, sofern der Treibsatz mehr als 20 Gramm beträgt,
c) mit Verbrennungsmotor in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von Wohngebieten;
d) aller Art in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometer von der Begrenzung von Flugplätzen, auf Flugplätzen bedarf der Betrieb von Flugmodellen darüber hinaus der Zustimmung der Luftaufsichtsstelle oder der Flugleitung;
…
(3) Zuständige Behörde für die Erteilung der Erlaubnis nach Absatz 1 ist die örtlich zuständige Behörde des Landes, soweit nicht der Beauftragte nach § 31c des Luftverkehrsgesetzes zuständig ist.

(4) Die Erlaubnis wird erteilt, wenn die beabsichtigten Nutzungen nicht zu einer Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung führen können. Die Erlaubnis kann mit Nebenbestimmungen versehen und Personen oder Personenvereinigungen für den Einzelfall oder allgemein erteilt werden. Die Behörde bestimmt nach ihrem pflichtgemäßen Ermessen, welche Unterlagen der Antrag auf Erteilung der Erlaubnis enthalten muss. Sie kann insbesondere das Gutachten eines Sachverständigen über die Eignung des Geländes und des Luftraums, in dem der Flugbetrieb stattfinden soll, verlangen.

(5) Die Erteilung einer Erlaubnis kann vom Nachweis der Zustimmung des Grundstückseigentümers oder sonstigen Nutzungsberechtigten abhängig gemacht werden.

 
 

Neufassung der Aufstiegserlaubnisse für Flugmodelle
Neue Vorschrift unter Dach und Fach

Die beiden großen Luftsportverbände Deutscher Aero Club (DAeC) und Deutscher Modellflieger Verband (DMFV) haben in einem gemeinsamen Kraftakt eine neue Richtlinie erarbeitet, die die Erteilung der Aufstiegserlaubnisse für Flugmodelle regelt. Die Richtlinie entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr sowie den Luftfahrtbehörden der Bundesländer und wird im März in den Nachrichten für Luftfahrer (NfL) unter dem Titel „Grundsätze des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen gemäß LuftVO“ veröffentlicht. Damit werden die alten Richtlinien aus dem Jahre 1978 ersetzt.
Die neue Richtlinie soll für Aufstiegserlaubnisse Anwendung finden, die neu beantragt werden. Bestehende Erlaubnisse sind nicht betroffen, soweit Erlaubnisinhaber keine Änderungen beantragen.
Mit den neuen  Grundsätzen des Bundes und der Länder haben die Luftsportverbände einige wesentliche Verbesserungen und Vereinfachungen erreicht. Beispielsweise kann jetzt grundsätzlich bis Sonnenuntergang geflogen werden, lediglich nach 20 Uhr sind geringere Lärmgrenzwerte zu beachten. Außerdem kommen bei der Bestimmung des zulässigen Emissionspegels auf Anraten der Luftsportverbände die Sportanlagenlärmschutzverordnung und die von einem Ingenieurbüro erarbeitete Abstandstabelle zur Anwendung. Damit gibt es klare und einfache Grundlagen, um mit einem Blick den jeweils zulässigen Emissionspegel zu ermitteln. Bei der Lärmvermessung eines einzelnen Modells wird nun – wie in der bemannten Fliegerei – die Lärmvorschrift für Luftfahrzeuge (LVL) angewandt. Hiernach wird der Abstand zwischen Modell und Messgerät einheitlich auf 25 Meter festgelegt und der für jedes Modell gemessene Wert protokolliert. Auch das Fliegen mit Jetmodellen – die alten Richtlinien sorgten hier immer wieder für Verwirrung – ist in den neuen Grundsätzen ausdrücklich und klar geregelt.
Die neuen Grundsätze können, nachdem sie in den Nachrichten für Luftfahrer veröffentlicht wurden, von den Internetseiten der Luftsportverbände unter www.dmfv.de und www.modellflug-im-daec.de eingesehen und herunter geladen werden.

 

 
„WM 2006 und Modellflug"

„Luftraumbeschränkungen während der Fußballweltmeisterschaft" erobern zur Zeit die Stammtisch ablösenden Foren. Effekt heischend werden angebliche oder tatsächliche Interventionen (mit fragwürdigen Sicherheitsradien) bei Bundesministerien und –behörden plakatiert.

Dabei weiß jeder, der ernsthaft mit der Thematik befasst ist, dass Entscheidungen von den jeweilig regional zuständigen Luftfahrtbehörden getroffen werden!

Die aktuelle Auskunft der Luftfahrtbehörde Hamburg vom besagt:

Mit der Einrichtung temporärer Luftraumbeschränkungen vor, während und nach einem Spiel ist zu rechnen, dass muss aber nicht bei allen Spielen so sein!

Ein generelles Flugverbot wird es nicht geben, ebenso ist unwahrscheinlich, dass es zu generellen Luftraumbeschränkungen während des gesamten WM-Zeitraums kommt.

Bei Luftraumbeschränkungen ist nach Gesetzeslage generell auch der Modellflug betroffen - die Vereine werden informiert, aber:

Von Beschränkungen betroffene Modellflugvereine können Ausnahmegenehmigungen bei der entsprechend zuständigen Behörde beantragen!

 

 


Grüne Band der Nachwuchsförderung
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(Einsende-Termin:  )